Zukunftsplattform für Soziale Innovationen (SINN)
Förderung der Zukunftsplattform für soziale Innovationen
Im Koalitionsvertrag 2019 bis 2024 ist vereinbart, eine Zukunftsplattform für soziale Innovationen zu etablieren:
»Auf neue gesellschaftliche Herausforderungen brauchen wir ganz neue Antworten. Wir wollen gemeinsam mit der Zivilgesellschaft Impulsgeber sozialer Innovationen sein. Der Ort dafür wird eine Zukunftsplattform für soziale Innovationen sein, in der Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam neue Lösungsmodelle entwickeln und deren Umsetzbarkeit bewerten.« (Koalitionsvertrag 2019 bis 2024, Gemeinsam für Sachsen, Seite 92)
Auch der aktuelle Koalitionsvertrag erkennt die Bedeutung der Zukunftsplattform als zentrale Anlaufstelle für Sozialinnovatorinnen und Sozialinnovatoren an. So heißt es: »Innovative Lösungsansätze, die neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch einen sozialen Mehrwert generieren, gilt es weiter zu fördern. Wir führen die ›Zukunftsplattform Soziale Innovationen‹ fort [...].« (Koalitionsvertrag 2024 bis 2029, Mutig neue Wege gehen. In Verantwortung für Sachsen., Seite 79
Seit 2023 wird das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Mit der Etablierung und Weiterführung der Zukunftsplattform werden so in Sachsen weiterhin gute Rahmenbedingungen für soziale Innovationen, die in den Themen- und Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit wirken, geschaffen.
Was sind soziale Innovationen?
Soziale Innovationen haben das Potenzial, gesellschaftlichen Wandel und die daraus resultierenden Herausforderungen für das soziale Miteinander zukunftsorientiert zu gestalten. Soziale Innovationen sind neue soziale Praktiken oder Organisationsmodelle, die darauf abzielen, für soziale Probleme tragfähige und nachhaltige Lösungen zu finden.
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, wie Digitalisierung, Struktur-, Klima- und die Folgen des demografischen Wandels, erfordern neue Konzepte und innovative Lösungen, um gleichwertige Lebensverhältnisse in Sachsen zu gewährleisten. Auch der zunehmende Fachkräftemangel im Sozial- und Gesundheitswesen kann soziale Problemlagen verschärfen. Anspruch und zugleich Herausforderung in Sachsen ist es, die soziale, wirtschaftliche und digitale Teilhabe und Chancengleichheit aller Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.
Was wird gefördert?
Mit der Zukunftsplattform für soziale Innovationen wird eine sachsenweit wirkende Austausch- und Koordinierungsstruktur gefördert, die soziale Innovationen mit unterschiedlichen Maßnahmen und Methoden identifiziert, entwickelt, unterstützt, begleitet und sichtbar macht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf innovative Lösungsansätze, die in den Themenfeldern der Sozialen Arbeit wirken.
Die Zukunftsplattform wird unter dem Projekttitel »SINN« von einem Verbund aus sechs Projektpartnern umgesetzt. Es handelt sich dabei um den Impact Dresden GmbH, der Impact Hub Leipzig GmbH, der Startnext GmbH, dem DRK Landesverband Sachsen e. V., der parikom - Paritätisches Kompetenzzentrum für soziale Innovation gGmbH und dem Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e. V.. Die Träger kommen aus den Bereichen Sozialunternehmertum, Wohlfahrtspflege und Crowdfunding.
Das aktuelle Projekt startete am 01.08.2023 und endet am 31.12.2025. Aktuell können für den Förderzeitraum ab dem 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2028 Anträge für die weitere Förderung der Zukunftsplattform bei der Bewilligungsbehörde, der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank (SAB), eingereicht werden.
Die Förderung erfolgt über die Richtlinie des SMS zur Förderung von aus dem ESF Plus mitfinanzierten Vorhaben der Förderperiode 2021-2027 (ESF Plus-Richtlinie SMS).
Weiterführende Informationen zur Förderbekanntmachung »Zukunftsplattform für soziale Innovationen«
- Bekanntmachung des SMS vom 3. Februar 2025 (Lesefassung) (*.pdf, 0,22 MB)
- ESF Plus-Richtlinie SMS vom 7. Juni 2022 REVOSax
- Aufruf Interessenbekundung im Sächsischen Amtsblatt - Sächsisches Amtsblatt Nr. 8/2025 vom 03. Februar 2025 (kostenpflichtig) recht-sachsen.de
- Webseite der Sächsischen Aufbaubank (SAB)