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Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

26.04.2016 - Sachsen unterstützt Kinderwunschbehandlung für Unverheiratete

Kleinkind sitzt auf einer Bank beugt sich runter zu dem Baby, das es im Arm hält

Sozialministerin Barbara Klepsch zur Familienförderung in Sachsen: »Wir möchten Familien unterstützen und Familien ermöglichen.«
(© pixabay.de)

Bereits seit 2009 bezuschusst der Freistaat Maßnahmen der künstlichen Befruchtung für Ehepaare. Jetzt gibt es gute Nachrichten für unverheiratete Paare aus Sachsen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen: Ab dem 1. Juli profitieren auch sie von dieser staatlichen Förderung. Familienministerin Barbara Klepsch will junge Paare ermutigen, sich für Kinder zu entscheiden. »Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große Belastung für alle Paare, egal welchen Familienstand diese haben. Mir ist es wichtig, die Familiengründung auch bei Paaren ohne Trauschein besser zu unterstützen.«

Die Finanzierung bei einer künstlichen Befruchtung setzt sich hälftig aus den Leistungen der Krankenkasse und einem Eigenanteil des Paares zusammen. Auf die Leistungen der Krankenkassen haben unverheiratete Paare nach wie vor keinen Anspruch. »Mit unserer Förderung der Kinderwunschbehandlung bilden wir auch die Lebensrealität sächsischer Familien ab«, so die Ministerin: Rund 60 Prozent der Kinder in Sachsen werden unehelich geboren. »Wir wissen jedoch, dass auch viele unverheiratete Paare von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen sind. Diese Paare möchte ich gezielt entlasten.« Die Neuregelung tritt ab 1. Juli 2016 in Kraft.

Paare, die nicht verheiratet sind, können dann Zuwendungen vom Bund für die erste bis dritte Behandlung in Höhe von bis zu 12,5 Prozent und für die vierte Behandlung in Höhe von bis zu 25 Prozent des Selbstkostenanteils erhalten. Die Festbetragsförderung des Freistaates beträgt je nach Behandlung zwischen 375 Euro bis zu 900 Euro des Selbstkostenanteils.

 

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Kinderwunschbehandlung
Förderung von Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung
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